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 Rabbit Doubt ~ The Second Round

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BeitragThema: Rabbit Doubt ~ The Second Round   Do Dez 06, 2012 8:21 am

Eine neue Spielrunde beginnt nach dem Ereignis vor 10 Jahren. Neue Hasen, ein neuer Wolf, ein neuer Spielplatz und mittendrin Shiroi, die mit Rabbit Doubt nichts anfangen kann. Sie wird unfreiwillige Teilnehmerin an diesem mörderischen Spiel.

Prolog:

Ein kleiner Raum erleuchtet durch die Lichtstrahlen des Vollmondes, welches durch ein unerreichbares und winziges Fenster scheint und mit, einem unregelmäßigen Atmen erfüllt wurde.
Ängstlich kroch die junge Frau von einer Ecke des Zimmers zur Nächsten.
Ein Bett, ein leerer Tisch mit Stuhl.
Sie wisperte leise immer wieder Namen vor sich hin und blicke schweißgebadet in alle Richtungen des Zimmers, die mit ihren kahlen weißen Wänden gespenstisch wirkten.
Mit zitternden Händen klammerte sie sich an ihrer blutbeflecken Tasche fest und presste sich fest an die Wand.
Tränen wanderten langsam über ihre Wangen und ihr weißes Haar leuchtete im Mondlicht.
Sie bohrte ihre Fingernägel tiefer in die Tasche und wiederholten das Wort „Blut” und „Tod” bei der Aufzählung der Namen.
Ihre Stimme wurde lauter und wandelte sich in ein schmerzhaftes Schreien.
Sofort stand die Frau auf, ließ die Tasche fallen und rannte zum Bett, wo sie Decke und Kissen runter schleuderte.
Einen kurzen Moment später ertönte das Quietschen der Tür.
Verwirrt und aufgebracht schaute sie zur Tür, als zwei Männer in weißen Kitteln den Raum betraten und zu ihr hingingen.
Sie sprachen der jungen Dame beruhigende Worte zu, doch diese begab sich wieder in eine Ecke, zitterte am ganzen Körper und flüsterte wieder dieselben Namen, während ihre Augen hecktisch nach der Tasche suchten.
Einer der Männer nahm die Decke und folgte der Frau und überreichte ihr diese vorsichtig und schweigsam.
„W... w-wieso?”, wisperte sie und sah den Mann mit fragendem Blick an, welcher durch die Tränen noch verzweifelter aussah. Doch statt einer Antwort bekam sie nur einen stummen und desinteressierten Gesichtsausdruck des Mannes.
„Warum mussten sie sterb...”, fragte sie und brach ab, als sie ihre Tasche erblickte.
Langsam kroch sie zur Tasche und sprach vor sich hin: „Ein... Spiel. Al... les nur ein Spiel. Wieso? WIESO?!”
Wieder ließ sie einen lauten Schrei von sich und sekundenspäter begann sie wieder mit der Aufzählung der Namen.
Namen von Person, die ihr Leben für ein Spiel ließen.

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Okami
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BeitragThema: Re: Rabbit Doubt ~ The Second Round   Mo Dez 10, 2012 9:18 am

Kapitel 1: Die orangen Herbstblätter

Langsam zogen hellgraue Wolken auf und bedecken den Himmel und die Sonne.
Während der kalte Winterwind die bunten Blätter spielerisch umher weht, bildete sich nach und nach ein leichter Schauer.
„Bäh... ich hasse Regen”, seufzte Shiroi vor dem Klassenfenster mit einem betrüben Gesicht.
Gelangweilt vom Unterricht begann sie mit ihren langen schneeweißen Haaren zuspielen.
klick mich (Shiori, 16 Jahre):
 
Ab und an teilte sie ihre Aufmerksamkeit mit dem Lehrer und dessen Unterricht.
//Biologie, die Lehre des Lebens. Heutiges Thema ist die Genetik. Langweiliger geht es wohl nicht.//
Dachte sie sich und schau sich ihre Klassenkameraden an.
Einige haben ihre Köpfe auf den Tisch gelegt, andere zeichneten oder spielten mit dem Handy.
Auch Shiroi’s beste Freundin und Tischnachbarin Yoshi gab die volle Aufmerksamkeit ihrem Handy mit dem süßen Hasenanhänger, der zugleich mit der Schlinge um den Hals des Hasen abschreckend wirkte.
Immer wieder schob Yoshi ihre Brille hoch, die ihr beim Raufblicken aufs Handy runterrutschte.
klick mich (Yoshi, 17 Jahre):
 
Bei diesem Schauspiel begann Shiroi an zu kichern.
Vorsichtig beugte sie sich rüber zu ihrer Freundin und flüsterte ihr zu: „Was machst du da?”
Mit voller Konzentration auf’s Handy antwortete Yoshi mit schroffer Art: „Kennste eh nicht. Insider.”
Beleidigt rückte Shiori zurück.
So kannte sie die schwarzhaarige Freundin schon immer.
Still, frostig und manchmal Dominat, aber seit diese ein Mitglied eines Spieles war, war sie noch verschlossener als sonst.
„Tss... dummes Spiel! Die halbe Klasse spielt das. Was ist nur daran so toll?”, fragte sich Shiori und legte gekränkt den Kopf auf den Tisch.
//Noch 15 Minuten Unterricht. Hoffentlich wartet Haru am Tor auf mich//
Sofort begann die Weißhaarige an zu träumen und zählte drauf, dass ihr Schwarm nach der Schule auf sie warten würde.
Sie schloss ihre Augen und nickte sofort weg.

„Hey Shiroi!”
Noch halb im Schlaf nahm das Mädchen ihren Namen wahr, aber statt ein Murren von sich zu geben oder sich die Mühe zumachen den Kopf hoch zunehmen lagen ihr gerade nicht im Sinn und so kuschelte sie sich tiefer zusammen.
„Aschenputtel... muss ich erst deinen Prinzen holen, damit er dich wach küsst, oder soll ich es für ihn tun?”, fragte frech die Stimme weiter und plötzlich würde Shiroi klar, dass diese Ankündigung von Yoshi kam und schreckte sofort auf.
Ihr Gesicht färbte sich knallrot vor Scharm und flott suchte sie die richtigen Worte: „S-Sehr witzig, Yoshi! Ich war... müde vom Unterricht und bin eingedöst und nenn mich nicht Aschenputtel!”
„Du sahst aber so süß aus, als du geschlafen hast, wie ein Baby”, machte sich die schwarzhaarige Freundin lustig und überreichte Shiroi ihre Tasche.
Dankend und immer noch beschämt nahm sie ihre Tasche und verließ mit Yoshi den Raum.
Am Tor der Mädchenschule standen noch einige Mädels zusammen mit den Schülern der Jungsschule.
//Ob Haru dabei ist//, hoffe sich Shiroi und hielt quirlig Ausschau nach dem Schüler, während ihre Freundin wieder auf ihrem Handy rumtippte.
„Er hat’s versprochen, dich heute abzuholen, also bleib mal ganz cool.”
Yoshi versuchte mit diesen Worten den nervösen Teenager zu beruhigen, doch bei dieser lagen die Nerven blank.
„Was, wenn er nicht da ist? Was, wenn er es vergessen hat? Was...”, jammerte sie ununterbrochen, doch dann erstarr sie als sie Haru erblickte.
Er stand etwas abseits vom Eingang und winkte zu den beiden Mädels rüber.
Sofort rannte das weißhaarige Mädchen los und erhoffte sich innerlich ihren Freund umarmen zukönnen.
Doch kaum hatte sie das Tor verlassen, erblickte sie neben Haru seinen Freund.
klick mich (Haru & Yatsu, beide 17 Jahre alt):
 
//Boah... warum ist DER hier?!//
Und schon wandeltet sich Freude in Unzufriedenheit und auch ihre Schritte wurden langsamer.
„Na so was. Der Macho ist auch hier”, äußerte Yoshi und ließ einen kleinen Blick vom Handy.
„Wieso... er?”, heulte Shiroi leise, während sie in Schneckentempo auf die Jungs zu ging.
„Hey, wieso dauerte es den so lange?”, fragte Haru bescheiden und lächelte unverschämt die beiden Mädchen an.
„Dornröschen musste noch ihr Mittagsschlaf nachholen”, gab die Schwarzhaarige an und spürte schon den Todesblick neben sich.
„Kannst du nicht zu Hause pennen?”, fragte der andere Kerl mit den schwarzen kurzen Haaren und blickte nur herab auf Shiroi.
„Yatsu!”, knurrte Haru zurück und wandte sich zu seinem Herzblatt.
„Hast du wenigstes gut geschlafen, so auf diesen harten Holztischen?”
Beschämt über das Thema blickte Shiroi stur auf die Erde.
//Schlimmer kann es nicht werden, danke Yoshi!//
Grimmig schielte sie rüber zu der Handysüchtigen.
„Kannst du auch mal was anderes machen?”, erkundigte sie sich bei ihrer Freundin, die als Antwort nur ein leichtes Kopfschütteln gab.
„Bist du immer noch kein Mitglied von Rabbit Doubt, Zwerg? Das Spiel hat doch sein Kultstatus”, meinte Yatsu großmaulig.
Er und Haru waren selbst auch Anhänger von diesem Game, doch sie waren keine so großen Zocker, wie Yoshi.
„Nein bin ich nicht”, gab Shiroi pappig zurück, für solche Spiele, mit Suchtpotenzial, hatte sie keine Zeit und Lust.
„Wieso nicht?”, bohrte Haru nach und kratzte sich verwirrt am Kopf.
Die Weißhaarige musterte einen Augenblick ihren Schwarm und dessen Begleiter.
Seine kurzen rotbraunen Haare passten gut zum Herbstlaub und wie fast alle Schüler, der Jungsschule, war er auch gut gebaut und sportlich. Auf den ersten Blick würde jeder Haru für grob und Rebellenhaft halten, weil er immer einen ernsten Blick machte.
Im Gegensatz dazu war Yatsu in ihren Augen ein Idiot. Ein Macho, der alle Weiber anbaggerte und sich das Leben, wie ein Ponyhof vorstellte. Immer muss dieser aus der Reihe tanzen. Und immer trug er seine Ballonmütze.
Nach ihrer Betrachtung dachte das Mädchen nach, wie sie ihre Ausrede für das Nichtspielen glaubwürdig überbringen konnte.
„Also.. ähm... Ich hab keine Zeit für so etwas. Ich muss neben der Schule und Jobben, auch noch meine Schwester öfters in der Nervenklinik besuchen. Fürs Spielen hab ich daher gar keine Zeit”, erklärte Shiroi und beobachtete die Reaktion der Anderen.
Während Haru verständlich lächelte, gab Yoshi ein verständliches „Okay”, nur Yatsu verzog sein Gesicht und nuschelte etwas Unverständliches.
„Was?! Glaubst du mir etwa nicht?”, befragte Sie den Macho und sah ihn böse an.
„Doch doch! Es ist nur schade. Wir alle bei Doubt wäre geil”, gab dieser zu und fügte hinzu: „Deine Schwester ist gesundheitlich oder besser geistlich, nicht so fit wie wir.”
„Sie hat ein schweres Trauma erlieden! Sie ist keine Irre!”, fauchte Yoshi zu Yatsu rüber und warf ihm einen höllischen Blick zu.
Aus Kleinmut zog sich der Großmaul zurück.
„Ach ja, wo wir gerade von Schwester reden. Gehst du sie heute besuchen?”, erkundigte sich Haru und beäugte die Weißhaarige sanftmütig.
Diese nickte schüchtern und gleichzeitig verletzt.
Das Thema “Große Schwester” war für sie unangenehm, weil diese schon seit Jahren in der Psychiatrie sesshaft war und vor etwas Angst aus der Außenwelt hatte.
//Eine “Verrückte” als Schwester zu haben ist echt nicht leicht.//, dachte sie sich.
Plötzlich spürte sie eine Hand auf ihrer rechten Schulter und sah zu der Person auf.
Es war Haru, der sie aufmuntern wollte und zu ihr sprach: „Dürfen wir mitkommen? Ich würde gerne mal deine Schwester kennenlernen, oder sind Fremde verboten?”
„Was nein! Du kannst gerne mitkommen! Yoshi kennt meine Schwester schon und Yatsu? Will er überhaupt mitkommen? Und wenn ja, bestimmt nur um sich über sie und mich lustig zu machen”, sagte Shiroi und blickte rüber zu Haru’s Kumpel, der immer noch von Yoshi’s Kommentar schlucken musste.
„Klar kommt er mit! Dann kann er das, was er vorhin über sie sagte, ihr in Gesicht sagen, wenn er dann noch die Eier dafür hat”, beschloss die Rabbit Doubt-Fanatikerin und lachte dominat in die Runde.
„Okay, dann mal los! Áori wird sich bestimmt über unseren Besuch freuen”, meinte das weißhaarige Mädel und führte die Gruppe an.
Als Quartett auf dem Weg zur ihrer Schwester.

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BeitragThema: Re: Rabbit Doubt ~ The Second Round   Di Feb 19, 2013 8:18 am

Kapitel 2: Die weiße Unschuld

Shiroi fuhr gemeinsam mit ihren Freunden zu ihrer Schwester.
Gerade waren sie in der U-Bahn, als Yatsu wieder mit dem Thema Rabbit Doubt anfing.
„Also letztens hab ich gewonnen als Wolf, weil alle zu dumm waren mich zu stellen“, gab er an, worauf Yoshi konterte: „Vielleicht hatten sie Mitleid mit dir und wollten dich gewinnen lassen. Als wir nämlich mal zusammengespielt haben, warst du immer der erste Hase, der raus geflogen war. Ich sag es dir: Die Gruppe hatte nur Mitleid mit dir!“
„Ja klar! Du willst und kannst es einfach nicht ertragen, dass ich MAL gewonnen habe“, keifte er zurück, wo zeitgleich Haru anfing zu lachen.
„Sag bloß, du hast sonst noch nie gewonnen bei Doubt?“, fragte er neugierig nach und bekam ein scheues Nicken als Antwort.
„A-Aber nur weil ich sonst immer Yoshi in der Gruppe hatte und sie war in 45% aller Spiele bis jetzt immer der Wolf!“, schimpfte Yatsu und fügte flüsternd dazu: „Und als Wolf hat sie mich immer als Erstes oder Zweites getötet.“
„Weil du mich nervst!“, meinte Yoshi herzlos und zeigte ihm die kalte Schulter.
Shiroi verfolgte die Unterhaltung und war schon neugierig auf dieses Spiel.
Gruppen voller Hasen und einem Wolf.
Aufgaben und Rätseln, die man erfüllen muss und nebenbei den Wolf stellen, während dieser Runde für Runde einen Hasen ‚umbrachte‘, also vom Spiel rauswarf.
Irgendwie hätte sie schon gerne mitgespielt.
Alle ihre Freunde spielen es, nur sie nicht, weil ihr Vater es ihr verboten hatte.
//Wäre das mit Áori damals nicht passiert, dürfte ich jetzt das Spiel auch spielen.//
dachte sie und zog eine traurige Miene.
„Was ist los, Shiroi? Du guckst so niedergeschlagen. Gönnst du mir etwa auch nicht den Sieg?“, fragte Yatsu pampig nach.
„Ein blindes Huhn findet auch mal ein Korn“, warf Yoshi als Bemerkung hinzu und fing auch gleich böse Blicke von dem Jungen mit der Ballonmütze auf.
„Mit mir ist alles in Ordnung. Ich musste nur gerade an meine Schwester und an das Spiel denken“, gab sie offen zu und spielte schüchtern mit ihren langen weißen Haaren her rum.
Haru wurde aufmerksam und stellte die Frage, die auch Yatsu fragen wollte, aber dieser wurde abgelenkt mit Schlägen und Fauchen von Yoshi.
„Ist sie etwa auch ein Doubt-Mitglied?“
Shiroi war für eine Weile schweigsam bevor sie die richtigen Worte fand: „Sie war ein Mitglied. Vor 10 Jahren, aber sie hat aufgehört. Und jetzt will ich nicht darüber reden!“
Die Stimmung der Gruppe war sofort ruhig mit offenen Fragen in der Luft, die aber niemand jetzt aussprechen wollte.
„Übernächste Station müssen wir aussteigen“, meinte die Weißhaarige und sah betrübt rüber zu Yoshi.
Diese hatte aufgehört Yatsu zu tyrannisieren und zockte weiter mit ihrem Handy.
„Der Empfang hier unten ist so schlecht“, fauchte sie und packte angesäuert ihr Handy wieder weg.
„Blitzmerker. Jedes Kind weiß doch, dass U-Bahn, Bunker, Keller und Co. Handyempfangsfeindlich sind“, gab der schwarzhaarige Junge klugscheißerisch an und konnte nur die Augen verdrehen bei Yoshis Bemerkung und danach herrschte wieder ruhe in der Gruppe.

Nach einiger Zeit kamen Shiroi und ihre Freunde bei der Nervenklinik an.
„Und du fährst fast jeden Tag hier her?“, fragte Haru verwundert.
Es war schon 18:45 Uhr und für ihm eine ehr untypische Besucherzeit.
Doch Shiroi schüttelte den Kopf und antwortete: „Nur Freitags oder wenn ich früher Schluss in der Schule habe und ich darf meine Schwester so spät besuchen. Sonderrechte!“, und freute sich innerlich schon darauf, Haru ihre Schwester vorzustellen, obwohl sie auch viele bedenken hatte.
//Ob sie ihn mögen wird? Hoffentlich hat sie gute Laune? Und hoffentlich fängt keiner an über Doubt zu reden.//
„Haben eigentlich alle Patienten hier ein Einzelzimmer?“, wollte Yatsu wissen und warf immer in Blick in die offenen Räume, an denen sie vorbei gingen.
„Keine Ahnung“, antwortete weißhaarige Mädchen und ließ ab und an ein Blick in Richtung der Zimmer schweifen: „Ich arbeite hier doch nicht, also stelle mir doch nicht so ‘ne Fragen.“
Sie beschleunigte ihre Schritte und blieb prompt vor einer Tür stehen.
Zimmernummer 217. Nur Zahlen, kein Schild mit Name, wer dieses Zimmer bewohnte oder was der Patient hat.
„Dann wollen wir mal Áori begrüßen“, gab Yoshi als Befehl und wollte auch gleich sich an den Anderen vorbei drängeln, doch sofort drehte sich ihre Freundin sich um und sah alle mit einem strengen Blick an.
„Ich habe eine Bitte an euch! Erwähnt auf keinem Fall, und das meine ich ernst, auf keinem Fall etwas über Rabbit Doubt“, bat sie mit einer kummervollen Stimme und wandte sich auch sofort wieder um, ohne auch nur auf einen Kommentar der Anderen zu warten.
Die Jungs sahen sich verwirrt an, während Yoshi zum letzten Mal auf ihr Handy blickte und es danach ausschaltete.
Shiroi holte tief Luft und klopft mit zitternder Faust an die Tür, bevor sie diese öffnete.
Vorsichtig blickte sie durch den viel zu kleinen Raum mit dem winzigen Fenster, das nicht viel Licht reinwarf.
Am Tisch saß eine junge Frau gedankenverloren. Sie spielte mit ihren weißen Haaren, die ihr zur Schulter gingen und mit einer Schleife zusammengebunden waren.
Langsam machte Shiroi einpaar Schritte in das Zimmer und begrüßte mit leisen Worten ihre Schwester: „Hey Áori. Ich bin‘s. Hast du mein Klopfen nicht gehört? “
Sofort dreht sich die Frau zu ihr um und lächelte sie an.

klick mich (Áori, 21 Jahre):
 

„Schön, dass du wieder da bist. Ich hab dich nicht gehört, verzeih mir“, entschuldigte sich Áori und wollte erst aufstehen, doch als Shirois Freunde dann den Raum auch betraten, sack sie wieder zurück in ihre Sitzposition.
„Wer sind die Beiden neben Yoshino?“, fragte sie mit einem ängstlichen Unterton nach und verkrafte sich auf den Stuhl.
Ihre kleine Schwester reagierte auf die Frage schnell: „Das sind Haru und Yatsu, aus der Jungsschule neben an und Freunde von mir und Yoshi.“
„Naja eigentlich nur Haru. Yatsu ist sein Hündchen“, gab ihre Freundin, mit einem coolen Grinsen, frech dazu.
„Ich bin kein Hündchen, sondern sein Kumpel. Soll ich dir das buchstabieren?“, kam er zickig zurück.
Langsam entspannte sich Shirois Schwester und stand auch vorsichtig auf.
Zuerst ging sie zu ihrer Schwester und umarmte sie, gefolgt von Yoshi, die sie versuchte zu umarmen, doch das Mädchen mit der Brille lehnte dankend mit einer Bemerkung ab: „Nenn mich nicht Yoshino, dass hasse ich total. Ich hab dir schon tausendmal gesagt, dass du mich Yoshi nennen sollst.“
„Entschuldigung...“, wisperte die junge Frau und senkte den Kopf leicht zum Boden.
„Toll, du hast sie traurig gemacht, Yoshi! Du liebst es wohl alle leiden zu sehen“, meckerte Yatsu los und ging zu der Schwester von Shiori hin.
Er neigte sein Oberkörper nach vorne.
Mit einem leicht schrägen Kopf suchte er den Blick der Frau.
„Kopf hoch! Die meint es nicht so“, sprach er der jungen Frau zu und lächelte sie dabei sanft an.
Sofort schreckte Áori auf und rannte zu ihrer kleinen Schwester.
Sie krallte sich an dessen Ärmel fest und flüsterte unverständliche Sachen vor sich hin.
Shiori musste Tiefausatmen, als sich ihre ältere Schwester an sie festklammerte.
„Tut... mir leid“, jammerte Áori.
Ihr Verhalten wirkte auf der Gruppe, wie ein kleines Kind, was irgendetwas Wertvolles kaputtgemacht hatte und sich hinter der Mutter versteckte.
„Das ‚Hündchen‘ ist doch nett“, hauchte sie fast unhörbar in Shioris Ohr.
Diese musste sofort anfangen zu lachen und schaffte es sich im Gekicher loszumachen.
Als Shiori sich wieder beruhigte, nahm sie Áori an die Hand und zog sie rüber zum Bett.
Beide setzten sich und sofort begann die Jüngere von ihrem Schuletag zu erzählen, obwohl ab und an Yoshi Detail der Story korrigierte oder etwas dazu erfand.
Die Stimmung lockerte sich im Raum.
Während die Mädels weiter tratschen, beobachten Haru und Yatsu das Zimmer.
„Ziemlich klein und dunkel, findest du nicht auch?“, stellte der schwarzhaarige Freund fest und sah sich fragend um.
„Hm... Soll wohl so sein. Die Fenster extra so klein, dass niemand flüchtet und die Größe des Zimmers reicht für eine Person“, war Haru der Meinung.
Die Beiden sahen sich den Tisch an und entdeckten nur ein kleines Foto.
Ein Bild von Shiori, als kleines Kind, und von ihren Eltern.
Haru musterte genau das Foto, doch wurde nach einigen Sekunden von seinem Kumpel unterbrochen.
„Was?“, fragte er desinteressiert.
Yatsu zeigte in die Richtung des Bettes.
„Was soll da sein? Da sitzen doch nur die Mädchen“, sofort schenkte Haru seine Aufmerksamkeit dem Bild, doch bekam gleich nachher einen leichten Schlag auf dem Oberarm.
„Was denn?“, fragte er diesmal aggressiver.
„Siehst du das da hinter dem Kissen?“, fragte Yatsu und beantworte seine Frage, bevor Haru zu Wort kam: „Eine Rabbit Doubt Tasche, die sind so gut wie ausverkauft und sie hat eine!“
Haru sah rüber zum Kissen und entdeckte die Tasche von der Yatsu sprach.
„Süße Tasche, aber sieht ziemlich schmutzig aus. Aber auch so eh war für Mädchen“, sagte Haru und gewann plötzlich die Aufmerksamkeit der Mädchen.
„Was ist für Mädchen?“, fragte Yoshi neugierig, doch die Jungs zögerten mit de Antwort.
„Shiori hat gesagt, wir sollen ihrer Schwester nichts von dem Spiel sagen“, flüsterte Yatsu seinem Freund ins Ohr.
„Was ist nun? Haru? Was ist nur für Mädchen?“, drängte die Brillenträgerin ihn weiter, doch statt zu antworten, schüttelte er nur mit dem Kopf und antwortete mit einem trockenen „Nichts“.
„Lügner!“ betitelte Yoshi ihn und ging zu ihm.
Sie stellte sich vor ihm und sah ihm pausenlos in die Augen.
„Horrorblick!“, argumentierte sein bester Freund.
Lange konnte Haru den Blick der Mädchen nicht standhalten und zeigte auf die Tasche neben Áoris Kissen.
Alle sahen zur Tasche.
Shioris Schwester schreckte auf und riss die Tasche zu sich.
Sie klammerte sich an die Tasche, wie sie es vorhin am Arm ihrer kleinen Schwester.
„Nicht! Die Tasche bekommt niemand!“, schrie Áori los und beobachtete ihre Gäste mit einem strengen und doch auch ängstlichen Blick.
„Schwesterherz... Sie nehmen dir die Tasche nicht weg!“, beruhigte Shiori sie.
//Toll... hoffentlich fängt sie nicht an über diese Leute zu reden und bekommt keinen Anfall//
Dachte sich die jüngere Schwester und sah zu grimmig zu den Jungs rüber.
„Nicht... die Ta... sche...“, wisperte Áori und sah ihre Schwester an.
Diese schüttelte den Kopf, „Nicht die Tasche. Niemand nimmt sie dir weg, versprochen“, bestätigte sie noch mal.
Ihre Schwester beruhigte sich langsam und sah hoch zum Fenster.
„Der Arzt sagte, dass ich heute raus darf, wenn du kommst und ich mich beherrsche“, meinte sie und lächelte Shiori an.
„Wirklich?!“, erstaunend blickte die Weißhaarige ihre Sitznachbarin an.
Rausgehen, außerhalb dieses Gebäudes, in die Welt, vor der Áori vor Jahren geflüchtet ist und immer noch angst hat.
„Darfst du wirklich? Darfst du auch schon nach Hause?“, fragte die Kleine weiter, zu schön wäre der Gedanke, wieder mit ihrer Schwester zu Hause zu sein.
„Ich hatte zwar die Nacht wieder einen Anfall, aber der Doc meinte, dass mein Zustand sich langsam erholt...“, sie machte eine Pause und flüsterte vor sich hin: „Ich werde mich nie vollständig erholen.“
„Papa und der Arzt haben ausgemacht, dass ich einmal im Monat nach Hause darf, erst mal so als Test. Und der Arzt sagte, dass Papa heute am Telefon gesagt hat, dass ich mit dir nach Hause darf!“, verkündet Áori freudig und auch Shiori freute sich total.
„Super! Pack die Sachen, wir gehen sofort los, raus aus diesem Kaff!“ schrie Shiroi und sprang vom Bett weg.
Kaum hatte ihre Schwester diese Worte gesprochen, stand Áori auf.
Das Foto auf Tisch packte sie schnell in die Tasche: „So fertig! Wir können. Ich will unsere Eltern wieder sehen!“
Verwunderte beäugte Shiroi ihre Schwester: „Mehr nicht?“
„Als ob ihr zu Hause keine Kleidung für mich hättet, wenn sonst zieh ich was von dir oder Mutter an“, sprach die Ältere und freute sich innerlich auf die Heimat.
Bevor sie losgingen, musterte Yatsu die Tasche und stellte Áori Fragen: „Wo hast du die Tasche her? Und wieso sieht sie so schmutzig aus?“
Die jung Frau schreckte zusammen und drückte die Tasche wieder fest an ihre Brust.
„Ein altes Andenken... hat halt viel mitgemacht...“, meinte sie traurig und rannte aus dem Zimmer.
„Kommt schon! Sonst verpassen wir die letzte Bahn!“, schrie sie im Flur und wartete Hecktisch auf die Gruppe.

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BeitragThema: Re: Rabbit Doubt ~ The Second Round   Sa März 16, 2013 8:25 am

Kapitel 3: Die schwarze Nacht

Am Bahnhof angekommen, war es schon stockduster draußen und die Gruppe versammelte sich unten am Bahnsteig der U-Bahn.
„Die letzte U-Bahn kommt gleich. Knapp... paar Minuten später und wir hätten die verpasst“ , sprach Haru, der vom Fahrplan kam und sein Handy wegsteckte.
„Wir haben uns ganz schön verplappert in der Klinik“, meinte Yoshi und holte ihr Handy raus.
„Wie machst du das, wenn du die letzte U-Bahn verpasst hast, Shiroi?“, fragte Yatsu neugierig die Weißhaarige.
Kurz dachte sie nach und antwortete dann: „Naja ich übernacht dann in der Nervenklinik und fahre dann am nächsten Morgen nach Hause. In der Schulzeit bleibe ich nicht lang, stimmt‘s?“, sie sah zu Áori, die ihr zustimmte.
Der Signalton ertönte und eine Stimme wies die Leute auf die kommenden U-Bahn an.
Áori wurde immer nervöser.
Sie drückte die Tasche fester an sich, schaute dabei mit großen Augen in die Richtung, aus der die U-Bahn kommt.
Zwei Lichter erleuchten aus der Ferne und wurden immer größer und heller.
Ihr Körper zitterte bei den Anblick der Scheinwerfer.
Langsam blieb die U-Bahn stehen, nach und nach öffneten sich die Türen und einpaar Fahrgäste stiegen aus.
„Kommst du?“, fragte Haru Shirois Schwester, die gedanklich ganz woanders war.
Sie nickte abwesend und folgte den Anderen in das letzte Abteil der Bahn.
Voll war es nicht und schnell fanden sie auch Plätze.
Shiroi saß in der Mitte, links von ihr saßen ihre Schwester und Yoshi und rechts Haru und Yatsu.
Während die Gruppe auf den Schaffner wartete, begannen Áori und Shiroi wieder an sich über ihre Eltern zu unterhalten, Yoshi suchte verzweifelt Empfang mit dem Handy und die Jungs lauschten und beäugten ihre Umgebung.
„Was für ein Tag, nicht war?“, fragte Yatsu seinen Freund, doch dieser nickte nur.
Es dauerte nicht lang und der Schaffner kam in das fast leere Abteil.
Zuerst machte er halt bei zwei kleinen Mädchen, die schräg von der Gruppe saßen.
Zwei Grundschülerinnen in auffälligen Lolitakleidern, wo die Schwarzhaarige schon halb schlief und den Kopf auf der Schulter der Anderen, mit den langen blonden Haaren hatte.
„Waren wohl auf einer Mottoparty. So rennt doch niemand mehr rum“, kommentiere der Junge mit der Mütze und beobachtete die Drei weiter.
„Keine Ahnung, aber um die Uhrzeit sollten die eigentlich schon schlafen“, war Haru der Meinung und suchte schon seine Fahrkarte in der Brieftasche.
Auch Shiroi und Áori sahen zu den kleinen Mädchen.
„Die sehen ja süß aus! Wie kleine Puppen!“, fand die Jüngere von beiden.
Der Schaffner streichelte den beiden Lolitas auf den Kopf und ging weiter.
Die Blonde und wachere von beiden drehte sich um und rief dem Schaffner nach: „Bald dürfen Aza-chan und ich es auch spielen, wie du, Papa!“
Der Schaffner lachte nur und ging auf Shiori und ihren Freunden zu.
„Die Fahrscheine, bitte!“, bat er freundlich und schob sich seine Brille höher.
Auf seiner Dienstmarke, die an seiner Arbeitskleidung befestigt war, stand sein Name: M. Noriba.

klick mich (Mako Noriba, 32 Jahre):
 

„Natürlich“, erwiderte Shiroi und gab ihm zwei Fahrscheine in die Hand, eine galt für Áori und die Andere für sich selbst. Auch Haru und Yatsu zeigten ihre Fahrkarten vor, nur Yoshi war mit ihren Gedanken bei ihrem Handy.
„Hier unten werden sie kein Empfang bekommen, aber ich hoffe, ich bekomme auch ihren Fahrschein“, sprach Noriba zu der Brillenträgerin.
„Wieso ist die U-Bahn nur so Rabbit Doubt unfreundlich? Hier!“
Leicht bockig gab sie dem Mann das Ticket, er stempelte es ab und gab es ihr wieder: „Tja wäre es so ‚freundlich‘, würde ich auch die ganze Zeit mit dem Handy rumrennen.“
„Wohl auch ein Mitglied, was?“, fragte Yatsu neugierig, während Áori sich verkrampfte und Shiroi dazu unhörbar kommentierte: „So ein dummes Spiel."
„Ja und meine Mädchen, da vorne, wollen mit 10 auch mitspielen, aber das Spiel ist erst ab 12 Jahren. Da müssen Azami und Riri noch warten“, erzählte er, schaute dabei zurück zu den beiden Grundschülerinnen.
Die Blonde kam sofort angerannt, als hätte sie aus der Ferne die Unterhaltung und ihren Namen verstanden.
„Guck mal! Ist der Anhänger nicht süß? Ich will auch so einen!“ , bettelte sie und hielt eine Zeitschrift hoch.
Sie zeigte auf ein Bild von den Rabbit Doubt-Hasen als Anhänger, den Yoshi auch an ihrem Handy hatte, und sah ihren Vater mit großen Hundeaugen an.
Auch das andere Mädchen kam mit langsamen Schritten und gähnend zu der Gruppe.
Sie rieb sich die Augen und stellte sich neben ihrer Schwester.
„Wenn Ri-chan einen bekommt, will ich auch so einen... haben“, sagte sie mit schläfrigen Worten.

klick mich (Riri Noriba und Azami Noriba, beide 10 Jahre):
 

Shiroi musterte die beiden, fast puppenhaften Lolitas.
Riri oder auch Ri-chan, wie sie von ihrer Schwester genannt wurde, war die Blonde.
Sie hatte sehr lange offene Haare, die ihr zum Po gingen, trug dazu einen Haarreif mit Ruschen mit weißen Blumen und ihre strahlend blaue Augen stachen im allem heraus.
Ihr schwarz-weißes Kleid hatte viele Ruschen, Spitzen und Schleifen, dazu trug sie eine weiße Strumpfhose und schwarze Schuhe.
Azami war im Gegensatz zu Riri schwarzhaarig wie ihr Vater.
Ihre Haare waren auf der linken Seite zusammengebunden und gingen ihr nur knapp über die Schulter und trug im Haar eine Spange mit roten Rosen drauf.
Auch ihre Augen waren schwarz, wie die von Herrn Noriba.
Ihr Kleid hatte mehr von einem Dienstmädchenoutfit, weniger Ruschen und Spitzen.
Eine weiße Bluse trüg sie unter ihrem ärmelfreiem schwarzem Kleid und eine große Schleife hinten. Sie trug auch keine Strumpfhose, aber dafür schwarze Stiefel, bis zum Knie und in der gleichen Farbe auch Handschuhe.
Vor der Körpergröße her waren beide gleich groß und so kam Shiori der Gedanke, dass beide Mädchen wohl Zwillinge waren, ob wohl sie sich nur im Gesicht sehr ähnlich sahen.
Der Vater wandte sich zu den Mädchen und hockte sich runter zu ihnen: „Vielleicht zu Geburtstag, aber nur wenn ihr lieb seid.“
„Wir sind immer lieb!“, protestierte Riri und auch Azami meldete sich munterer: „Wir machen nie was Böses!“, sie legte eine Pause ein, bevor sie weitersprach: „Wir haben sogar auf Omas Wunsch diese Kleider angezogen, nur weil sie die so süß fand."
„Doch keine Mottoparty... Großelternzwang“, korrigierte sich Yatsu für seine Vermutung.
„Und jetzt fahrt ihr nach Hause?“, informierte sich Áori.
Die beiden Mädchen nickten und antwortenden zeitgleich: „Endhaltestelle!“
„Was für ein Zufall wir auch“, machte Haru sie aufmerksam, „Wollt ihr euch zu uns setzen? Wir könnten euch von Rabbit Doubt erzählen.“
Der Vorschlag erfreute die beiden Kinder.
Sie setzen sich gleich neben Yatsu und lauschten allen zu, was sie über Rabbit Doubt berichteten, während ihr Vater weiterging.
Auch Shiroi hörte zu und wieder weckte es ihre Interesse und Neugier.
„Das Spiel macht spaß. Ich würde es gerne mal wieder spielen, aber Papa will es nicht. Er hat Angst, dass mir wieder etwas passiert und ich hab auch Angst“, flüstere Áori ihr zu, „Vor IHR. Sie ist bestimmt hinter mir her... Das Spiel ist noch nicht vorbei...“
In Shiroi breitete sich innerlich eine Angst aus.
Sie kannte die Geschichte vor 10 Jahren, als Áori sich mit Freunden aus dem Spiel traf und alle, bis auf sie, Opfer einer Irren in einem verlassen Vergnügungspark wurden.
Ein Mädchen, die wie der Wolf im Spiel einen Hasen, nach dem Anderem tötete.
Shiroi schielte zu der Hasen-Tasche, die, wenn sie ein Lebewesen wäre, von Áori schon mehrmals erwürgt worden wäre.
Seit diesem Ereignis klammerte sich ihre Schwester an die Tasche.
Dank den Blutflecken, die leicht erkennbar waren, schoss Shiroi Bilder in den Kopf, die nur vermuten ließ, was sich wirklich abgespielt hatten.
Ihre Schwester sprach nicht gerne darüber und wenn, dann brach sie in Panik, wenn sie die Namen der Personen aufzählte.
//Hikári, Seishin... Kaede//
Das Mädchen versuchte im Gedanken, die Namen aufzuzählen, die ihre Schwester fast jede Nacht aufzählt.
Nur ein Name blieb in ihrem Kopf hängen: //Haná...//
Das Mädchen, das angeblich alle getötet haben soll.
Der Name löste in Áori riesige Panik aus.
Die Polizei fand die Mörderin nie, denn nur der Vorname brachte nichts.
Sie waren der Meinung, dass es vielleicht auch nur ein Fakename war.
Jedoch erstaunte es Shiroi, dass ihre Schwester bis jetzt keinen Anfall hatte.
Alle um sie herum sprachen vom Spiel, doch sie schien mit diesem Thema kein Problem mehr zu haben, wie früher.
//Vielleicht hab ich übertrieben, wegen diesem Spiel, und Schwesterherz kommt mit allen jetzt besser klar.//
Die Zeit verstrich in Windeseile und noch eine Haltestelle stand ihnen noch bevor.
In dem Abteil war es, bis auf die fünf Freunde und den beiden Mädchen, menschenleer.
Der Schaffner kehrte zurück und gesellte sich zu den jungen Leuten.
„Noch einpaar Minuten, dann sind wir so gut wie zu Hause und da heißt es für euch beiden ‚ab Schlafen!‘. Seit ihr schon müde?“ , fragte er seine beiden Zwillinge, doch sie schüttelten die Köpfe.
Riri stand auf und umarmte ihren Vater und gab vor ihm an: „Haru und die Anderen erzählen so tolle Sachen. Wir wollen auch Rabbit Doubt spielen! Aza-chan und ich würden zusammen alle Rätsel lösen und den Wolf überführen, bevor der 'Möhre‘ sagen kann!“
„Papa! Yoshi ist sogar besser als du!“ , lobte Azami die Rabbit-Doubt-Süchtige ganz links.
„Tze! So gut ist sie gar nicht! Sie gibt doch nur an!“ , maulte Yatsu und wurde sofort von Yoshi unterbrochen: „Du bist doch nur eifersüchtig, weil du bis jetzt nur EINMAL gewonnen hast!“
Wieder fingen die Beiden an, sich anzukeifen.
//Ihre Hassliebe ist echt was besonderes!//
dachte sich Shiroi, konnte sich dabei das Lachen nicht verkneifen.
„Lach nicht! Spiel erst mal selbst, bevor du dich über mich lustig machst! Obwohl du dann bestimmt noch schlechter bist. Vielleicht solltest du es doch lassen.“, war der Junge mit der Mütze der Meinung und auch Yoshi warf ihrer besten Freundin ihre Meinung an den Kopf: „Shiroi, du hast keine Ahnung! Werde erst mal selbst Mitglied, dann kannst du mit uns darüber reden. Erst dann bist du ein Insider!“
Áori, Haru und der Rest waren still.
Niemand wollte sich in diesem Gespräch einmischen.
„Ihr beiden macht mich fertig! Ihr sagt dauert, ich soll mitspielen, wahrscheinlich nur, damit ihr einen habt, der noch schlechter ist als Yatsu!“, sprach Shiroi und ließ den Kopf sinken.
„Du wärst bestimmt nicht schlecht“ , munterte ihre eigene Schwester sie auf und nahm sie in die Arme.
//Áori... Ich kann mich echt glücklich schätzen, dich zu haben.//
Shiroi drückte sich näher an ihre große Schwester, doch als plötzlich die U-Bahn eine Vollbremsung machte, fielen sie beide fast runter von den Sitzen.
Auch Yoshi und Haru fanden nur knapp halt auf ihren Platz, während Yatsu Azami festhielt, damit sie nicht runterfiel.
Der Schaffner drückte sie andere Tochter an sich und sucht halt an den Stangen.
Als alles stillstand, lag Ungewissheit im Abteil.
„Was war das?“, fragte Haru, er stand auf und schaute aus dem Fenster.
Auch der Rest sah verwundert raus.
Noriba schob Riri zu ihrer Schwester und entfernte sich von ihnen mit den Worten: „Ich werde mal nachsehen, was los ist. Keine Panik, ich werde euch gleich bescheid sagen, was passiert ist.“
Die beiden Grundschülerinnen nickten und hielten sich fest an der Hand.
„Was könnte passiert sein?“, fragte Áori und erkannte nichts draußen, außer Mauern, die durch die kleinen Scheinwerfer an der Decke, beleuchtet wurden.
„Ein Stromausfall kann es nicht gewesen sein, Licht ist draußen und hier drinnen an“, erklärte Yatsu, der sich in bockig setzte.
„Vielleicht ein technisches Problem oder so“, sagte Yoshi.
//Hoffentlich geht es bald weiter//
dachte sich Shiroi, auch sie sah immer noch raus.
Plötzlich spürte sie eine Hand auf ihrer Schulter.
Sie dreht den Kopf zur Seite, wo Haru sie anlächelte und zu ihr sprach: „Mach dir keine Sorgen. Es geht bestimmt gleich weiter.“
Sie nickte nur und wandte sich dann zu den Zwillingen.
„So was ist noch nie passiert...“, flüsterte Azami ängstlich vor sich hin und auch Riri blickte leicht panisch rum.
Beide zitterten am ganzen Körper und die Aufregung stand ihnen im Gesicht.
Yatsu löste sich von seiner Haltung und nahm seine Schultasche auf den Schoß.
Er öffnete seine Tasche und holte seine Jacke raus, die er den beiden Zitteraalen über ihren beiden Schultern legte.
Sie nahmen die Jacke dankend und zogen sich die Jacke so an, dass sie wie ein Körper mit zwei Köpfen aussahen.
„Wie lieb von dir“, lobte Shiroi ihn und sprach nach einer kleinen Pause weiter: „Du kannst ja doch mit Frauen umgehen.“
Der Junge mit der Ballonmütze reagierte auf die zweite Bemerkung nicht.
Er drehte sich von Shiroi weg und zog sich die Mütze weiter runter um sein leicht errötetes Gesicht zu verdecken.
„Wo bleibt denn Papa?“, fragte Azami, die sehnsüchtig zur Abteilungstür schaute.
„Er hat gesagt, dass er gleich wieder da ist“, meinte Riri und zappelte in der Jacke herum.
Auch Shiroi sah zu Tür.
Ungewissheit und Unruhe machten sich in ihr breit.
„Er braucht wirklich lange. Was da wohl passiert ist?“, fragte sie sich.
„Vielleicht sollten wir mal nachschauen“, schlug Yoshi vor und stand auf.
Auch der Rest stand auf und gemeinsam gingen sie zur Tür.
Riri öffnete die Jacke und befreite sich von ihr.
„Zu zweit in einer Jacke laufen, geht nicht“, wisperte sie zu ihrer Schwester, die jetzt allein die Jacke anhatte, und lief neben ihr.
Als sie an der Tür angekommen waren, öffnete Yatsu diese.
Beim Ausblicke wunderte sich die Gruppe plötzlich.
Vor ihnen war nichts, außer der schlecht durchleuchtete U-Bahn-Tunnel.
Wie aus dem Nichts begann Riri an zuschreien und auch Azami fing an laut zuweinen.
„H-Herr... Noriba...!?“
Alle schreckten zusammen, als sie vor dem Abteil den Schaffner auf den Schienen liegen gesehen haben.
Sein Gesicht war mit Blut verseht und er bewegte sich nicht.
Yoshi ging vorsicht auf ihn zu und musterte den Mann.
„Papa!“, schrie Riri und rannte zu ihm.
Sie schüttelte ihn und sprach immer wieder an, doch er reagierte nicht.
Azami klammerte sie an Yatsu und flüsterte: „W-Was ist mit ihm? Wer hat Papa wehgetan?“
Doch niemand konnte ihre Frage beantworten.
„Yoshi... Ist er...?“
Shiroi traute sich nicht weiter zusprechen.
Sie ging einige Schritte zurück und nahm ihre Schwester an die Hand.
Yoshi wandte sich zu der Gruppe und wollte gerade Shiroi antworten, als sie dann eine Gestalt neben dem Abteil sah.
„Wer ist da?!“, fragte sie, doch die Person rannte sofort weg.
„Den kriege ich!“, meinte Haru und rannte der unbekannten Person hinterher, auch Yatsu wollte losrennen, aber Azami krallte sich an ihm fest.
„Haru kriegt die Person schon. Als uns lieber wieder reingehen. Dort sind wir sicher“, schlug Yoshi vor und nahm Riri an die Hand, doch sie wollte nicht und hörte nicht aufzuweinen.
„Jetzt komm schon“, befahl die Brillenträgerin und zog das Mädchen, ob sie nun wollte oder nicht, mit sich.

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